Hände von unterschiedlichen Personen übereinander gestapelt. ©

Lab-Häppchen: Sichere Räume schaffen – Safe Zone Training

14. August 2026

Im letzten Lunch & Learn vor der Sommerpause 2026 stellte Dr. Patrick Barth die Awareness-Workshops von SimTech vor, die das Ziel verfolgen Sichtbarkeit von queeren Menschen an der Universität zu erhöhen und Awareness zu schaffen.

Die Aufzeichnung der Veranstaltung findet sich am Ende dieser Seite. 

In den letzten Jahren ist Hasskriminalität gegen queere Menschen deutlich gestiegen, während queerfeindliche Rhetorik in Politik und Gesellschaft zunehmend normalisiert wird. Um zur Aufklärung über die LGBTQ+-Community beizutragen, bietet SimTech seit Frühjahr 2025 Awareness-Workshops zu diesem Thema für alle Statusgruppen der Universität an. Dr. Patrick Barth stellte das Konzept dieser Safe Zone Trainings im Rahmen unseres Lunch & Learn vor. 

Zahlen und Fakten

Nach einer Studie von 2023 identifizieren sich ca. 11% der Menschen in Deutschland als LGBTQ+. Übertragen auf die Universität Stuttgart, sind es bis zu 4.000 Studierende und ungefähr 500 Beschäftigte, die Teil der LGBTQ+, Community sind. Queere WissenschaftlerInnen verlassen häufiger die Wissenschaft als nicht queere und es fehlt sehr an Sichtbarkeit und Vorbildern. 

Das Ziel von Pride in STEM ist daher, Sichtbarkeit von queeren Menschen an der Universität zu erhöhen und Awareness (engl. Achtsamkeit) zu schaffen. Insgesamt also die Zufriedenheit und das Zugehörigkeitsgefühl von queeren Menschen an der Universität zu verbessern und darüber hinaus auch diese Ziele in die Gesellschaft hineinzutragen.

Safe Zone Training

Das Safe Zone Training wird an der Uni Stuttgart seit eineinhalb Jahren angeboten und wurde gemeinsam mit Wissenschaftler*in und Aktivist*in Cécile Deprez aufgebaut. Es basiert auf dem Safe Zone Project, initiiert von Meg Bolger und Sam Killerman in den USA.

  • Jedes Training dauert drei Stunden,
  • kombiniert Informations‑ und Reflexions‑Methoden
  • und wird in statusgruppensensiblen Kleingruppen (5 bis15 Personen) angeboten.

Besprochen werden beispielsweise inklusive Sprache und Privilegien. Das Training eignet sich auch für Beschäftigte, die bislang noch keine Berührungspunkte bzw. Wissen zu diesem Thema haben, aber dazulernen möchten. Daher werden gerne Anmeldung als Arbeitsgruppen angenommen. 

Train-the-Trainer-Retreat

Um die Workshops nachhaltig an der Universität zu etablieren und mehr Menschen zu erreichen, suchen Patrick und seine Kollegin Tabea Siegle außerdem Mitarbeitende, die sich zu Trainer*innen ausbilden lassen möchten. 

  • Retreat dauert 8 bis 10h, als ganzen oder zwei halbe Seminar-Tag(e)
  • Vorrausetzungen: Zeit, Erlaubnis von Vorgesetzten die Trainings im Anschluss zu geben
  • Interesse an der Unterstützung der Queeren Community
  • Geduld im Umgang mit Unwissenheit
  • evtl. Moderationserfahrung (nicht zwingend notwendig) 
Grober Zeitplan:
  • Anmeldung bis Ende September, Anfang Oktober
  • Nach Bedarf im Dezember Termin für Safe Zone Training 
  • Anfang 2027 Train-the-Trainer-Retreat 
  • Danach regelmäßige Austauschtreffen 

Wir laden alle herzlich ein, die sich dafür einsetzen möchten, dass die Universität Stuttgart ein freundlicher Ort für queere Mitarbeitende und Studierende ist.

Aufzeichnung des Lunch & Learn

14:07

Zur Seite des Safe Zone Trainings (Englisch)

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