Was macht eigentlich die Liberating-Structures-Community der Uni Stuttgart?

14. April 2026

  • Immer wieder neue Experimente mit den Interaktionsmethoden
  • Durch wiederholtes Anwenden die eigenen Kompetenzen festigen und vertiefen
  • In Weiterbildungsformaten, die eigene Arbeit reflektieren und von anderen LS-Praktikern lernen

Von Anfang 2024 bis heute

Seit Beginn 2024 hat sich das Agility Lab neben allen klassischen agilen Methoden und Frameworks auch die Uni-weite Verbreitung der Liberating Structures auf die Fahne geschrieben. Getrieben von der Überzeugung, dass strukturierte Beteiligungsmethoden die Zusammenarbeit in hierarchiegeprägten Arbeitsumgebungen besonders positiv beeinflussen und das gesamte Wissen einer Gruppe zutage fördern können.

Getreu dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“ sind Beharrlichkeit und Ausdauer in Veränderungsprozessen, gerade in großen Organisationen, von großer Bedeutung. Umso erfreulicher, dass sich oben genannte Methoden inzwischen in einigen Einheiten, sowohl zentral als auch dezentral, als selbstverständliche Interaktionsmethode etabliert haben und das jeweilige Workshop-Repertoire bereichern.

Begriffe für den Liberating-Structures-Kosmos

Liberating Structure (LS)
Strukturierte Interaktionsmethode, auch Mikrostruktur genannt
Mikrostruktur
Interaktionsmethode, die durch fünf mikrostrukturelle Elemente definiert ist:
  • Einladung
  • Aufbau von Raum und Material
  • Einbindung der Teilnehmenden
  • Konfiguration der Gruppe
  • Ablauf und Dauer
Facilitator
Prozessbegleiter, geht über die Rolle Moderation hinaus
String
Eine Abfolge von LS / Mikrostrukturen, um größere Fragestellungen zu bearbeiten
Debrief
Nachbesprechung der Interaktion auf der Metaebene

LS-Weiterbildung mit Daniel Steinhöfer für die AgileUS-Community

Für frische Impulse, tiefe Einblicke und gezieltes Training hatte das Agility Lab Daniel Steinhöfer im Oktober 2025 für einen zweitägige Workshop gewinnen können: 20 Mitarbeitende aus administrativem, wissenschafts- und fakultätsnahem Umfeld konnten sich in der Anwendung lösungsorientieren und kommunikationsfördernder Methoden erproben.

Besonders wertvoll für die Teilnehmenden war die Möglichkeit, ihre eigenen Veranstaltungsformate mit Hilfe der LS zu designen und Feedback aus der Gruppe zu erhalten. Daneben kamen auch die Teilnehmenden voll auf ihre Kosten, die noch ganz am Anfang ihrer Methoden-Reise stehen. Ein gelungener String aus verschiedenen Mikrostrukturen machte die LS unmittelbar erlebbar.

Beim abschließenden Gallery Walk wurde direkt sichtbar, welche Erkenntnisse gewonnen und welche Herausforderungen damit in Organisationen besprechbar gemacht werden können. Viele eindrucksvolle Aha-Momente wurden geteilt!

Fotos: Impressionen aus dem LS-Workshop mit Trainer Daniel Steinhöfer.

Neugierig geworden?

Lust auf praxisnahe Anwendung von Liberating Structures?

Bist du auf der Suche nach interaktiven Partizipationsmethoden, die du niederschwellig einsetzen kannst, um die Beteiligungsrate in deinem Team zu erhöhen? Dich beraten die Kollegen im Agility Lab gerne, um die wirksamen Mikrostrukturen weiter in die Organisation zu tragen.

User Group

Hast du schon Erfahrungen mit LS gesammelt oder möchtest du gerne dich aktiv in die User Group an der Uni Stuttgart einbringen? Tret gerne unserer Webex-Gruppe bei – wir freuen uns über alle, die an „befreienden“ Strukturen für agile Meetings mitgestalten wollen!

Geheim-Tipp für fortgeschrittene Anwenderinnen und Anwender:

Die passende LS für die jeweilige Gruppe finden? Kein Problem!

Daniel hat ein Tool dafür entwickelt und stellt es allen LS-Enthusiasten zur Verfügung:

befreiendestrukturen.de/ls/

Setze dort die entsprechenden Filter und lass dich inspirieren.

Weitere Informationen zum Thema

Daniel Steinhöfer: Liberating Structures, Entscheidungsfindung revolutionieren, Vahlen, München 2021, ISBN 978-3-8006-5929-6

Text: Anna-Maria Kubelke

Zum Seitenanfang