Lab-Häppchen: Design Thinking – Methode oder Mindset?

15. Mai 2026

Unsere Prozess-Managerin Julia Schlaghaufer arbeitet seit vielen Jahren mit Design Thinking. Im Lunch & Learn im April gab sie uns einen Überblick über den Ablauf und stellte uns vor, was es braucht, damit nach einem Design Thinking Workshop die Ergebnisse weiter Früchte tragen.

[Bild: Mozilla/Redrobsche, CC BY-SA 4.0]

Mit einem Baumschaukel-Cartoon führte uns Julia in die Welt der klassischen Produktentwicklung ein. Vorstellung der Kundschaft und das Ergebnis klaffen sehr weit auseinander. Abhilfe kann Design Thinking schaffen, wie sie uns in der ersten Hälfte ihres Vortrags erläuterte. Design Thinking bietet eine strukturierte Arbeitsweise mit klaren Phasen, passenden Methoden und iterativem Lernen, die hilft, Unsicherheit systematisch zu bearbeiten.

Julia zeigte uns die Abfolge, ab dem Aufnehmen des Bedarfs, dem Clustern, dem Finden von Lösungen und wie dieser Prozess immer wieder neu durchlaufen wird, bis am Ende ein gutes Ergebnis steht. Dazu nannte sie uns auch einige Kreativ-Methoden wie die 635-Methode, Brainwriting oder Scenario Design.

 

Design Thinking im agilen Werkzeugkoffer

Damit Design Thinking nicht nach einem Workshop stecken bleibt

Oft wird Design Thinking in Organisation auf Ideengenerierung reduziert. Es wird organisatorisch nicht verankert, Personen, die die Entscheidungen treffen, sind nicht einbezogen oder Verantwortlichkeiten fehlen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit bricht meist nach dem Workshop ab.

Julia nennt uns Erfolgsfaktoren, damit Design Thinking nachhaltige Ergebnisse bringt:

  • Methodensicherheit,
  • das richtige Mindset (Empathie, Offenheit, Experimentierfreude),
  • frühes Nutzerfeedback
  • prototypisches Arbeiten
  • organisatorische Rahmenbedingungen wie Budget, Infrastruktur, Fehlerkultur, Leadership-Support und verbindliche Umsetzungspläne

Text: Ulrich Fries

Video-Aufzeichnung des Vortrags (nur im Uni-Netz)

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