CAFM

Das Projekt führt ein neues „Computer Aided Facility Management“-Softwaresystem ein.

Projektziele

Ziel des Projekts ist es, die Transparenz, die Effizienz und die Qualität im technischen und infrastrukturellen Gebäudemanagement an unserer Universität durch die Einführung eines integrierten CAFM-Systems nachhaltig zu steigern.

Durch die systemgestützte Erfassung, Verwaltung und Auswertung von Gebäudedaten, Flächen, technischen Anlagen und Prozessen sollen Planungs-, Betriebs- und Instand-haltungsaufgaben effizienter gesteuert, Kostenpotenziale identifiziert und gesetzliche Anforderungen sicher erfüllt werden.

Das Projekt legt besonderen Wert auf die durchgängige Digitalisierung von Prozessen, die Integration mit bestehenden Systemen (z. B. ERP, Gebäudeleittechnik, Raumplanung) sowie auf die nutzerfreundliche Bereitstellung relevanter Informationen für Verwaltung, Technik und wissenschaftliche Einrichtungen.

Dies wird u.a. erreicht durch folgende Teilziele:

  • Aufbau eines zentralen und konsistenten Datenbestands zu Gebäuden, Flächen und technischen Anlagen
  • Unterstützung bei der Einhaltung gesetzlicher Prüf-, Wartungs- und Dokumentationspflichten
  • Verbesserung der Flächentransparenz und Flächennutzung
  • Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen (z. B. Störungsmanagement, Raumbuchung, Umzugsplanung)
  • Bereitstellung von Steuerungs- und Entscheidungsgrundlagen für das Dezernat
    Facility Management und für die Universitätsleitung
  • Verbesserung der universitätsinternen Zusammenarbeit

Implementierung ist gestartet!

Nach der Zuschlagserteilung Ende 2025 an die VertiGIS GmbH, Bonn haben wir zwischenzeitlich mit der Implementierung begonnen. Dabei gehen wir modulweise vor. Je Modul definieren wir mit den beteiligten Kolleginnen und Kollegen das Feinkonzept, führen Workshops und Interviews durch. Auf dieser Basis erfolgt, gemeinsam mit der VertiGIS GmbH, die Umsetzung. Bestandsdaten werden nach verschiedenen Kriterien geprüft und ggf. aufbereitet, bevor eine Datenmigration stattfindet. Im Rahmen von Anwendertests werden die einzelnen Funktionalitäten geprüft, um eine möglichst passende Nutzung zu gewährleisten. Über die weiteren Fortschritte der Implementierung werden wir Sie regelmäßig informieren.

Welche Mehrwerte streben wir an?

Für Sie als Führungskraft

  • Aufgaben können jeweils dem passenden Personal zugeordnet werden
  • Betreiberverantwortung kann im vollem Umfang und rechtssicher wahrgenommen werden, da alle wichtigen Informationen zu den Gebäuden auf einem Blick angezeigt werden, z.B. können anstehende Wartungen umgehend an passende Unternehmen vergeben werden
  • Störungen bzw. Schäden können schnell verarbeitet und beseitigt werden

Für alle Beschäftigte und alle Studierende

  • Zentralisierung der Daten führt zu einem schnelleren und niederschwelligeren Zugang zu wichtigen Informationen
  • Benötigter Aufwand zur Abarbeitung von Aufgaben verkürzt sich
  • Rechtssichere sowie digitalisierte Dokumentation wird ermöglicht
  • Qualitätssteigerung der Räumlichkeiten
  • Abgabe von Störmeldungen werden erstmalig auch für Studierende möglich sowie intuitiver sein 

Glossar - Begriffserklärungen

Ein Allgemeines Kennzeichnungssystem, kurz AKS oder AKZ, beschreibt eine gewerkeübergreifende Festlegung zur Kennzeichnung und Identifikation von technischen Anlagen, Maschinen und sonstigen immobilienspezifischen Elementen. Um eine optimale Nutzung zu gewährleisten, sollte die Kennzeichnung eines AKS einheitlich, nachvollziehbar und logisch gestaltet sein. Oft dient ein AKS auch zur Verbindung von realen Elementen und ihren virtuellen Abbildungen (Dokumentationen, Pläne, Beschreibungen, Datenobjekte).
Quelle: GEFMA Glossar (https://www.gefma.de/glossar)

Aktuell wird an der Universität Stuttgart ein neues AKS (hier als Anlagenkennzeichnungsschlüssel zu verstehen) entwickelt und in die Anwendung gebracht.

Attribute sind Beschreibungen bzw. Eigenschaften/Merkmale von Objekten, aber auch von Prozessdaten. Ein Attribut setzt sich aus dem Namen, dem Typ/Datenformat und dem Wert zusammen.
Beispiel: Name = „Reinigungsfläche“, Typ = decimal, Wert = „22,5 m²“. 
Die Festlegung des Datenformats bzw. des Typs, wie z. B. Text, Zahl oder Datum ist wichtig für die Vergleichbarkeit und Auswertbarkeit der Daten.
Quelle: GEFMA Glossar (https://www.gefma.de/glossar)

Im Facility Management sind mit Bestandsdaten insbesondere Daten zu Liegenschaften, Gebäuden, gebäudetechnischen Anlagen und Einrichtungen gemeint, die für die Steuerung der Facility Prozesse, wie z. B. Flächenmanagement, Instandhaltungsmanagement, Reinigungsmanagement, Energiemanagement und Mietmanagement erforderlich sind. Bestandsdaten umfassen sowohl grafisch-geometrische Daten (z. B. Gebäudemodelle, Grundrisse, Anlagenschemata, Ablaufpläne) als auch alphanumerische Daten (z. B. Objektbeschreibungen und ihre Eigenschaften bzw. Attribute, Listen, Kataloge).
Quelle: GEFMA Glossar (https://www.gefma.de/glossar)

Als Bestandsdatenerfassung werden alle Verfahren bezeichnet, die analoge Bestandsdaten erheben, und digital aufbereiten. Hierbei können Verfahren aus dem Bereich der Vermessung realer Objekte (z. B. Entfernungsmessung mittels Distanzer/Distomat, Tachymetrie, 3D-Laserscanning, Fotogrammetrie), der Digitalisierung von Zeichnungen (Scannen und ggf. Vektorisieren, Neuerfassung oder -modellierung im CAD- oder BIM-System), Texterfassung (Scannen und ggf. Zeichenerkennung mittels OCR-Software), Sachdatenerfassung (z. B. in Tabellen oder Formularen) bis hin zur Dokumentenation von Abläufen (z. B. in Form von Videos), genutzt werden.
Quelle: GEFMA Glossar (https://www.gefma.de/glossar)

Beim BIM werden alle relevanten Daten und Informationen zu einem Bauwerk in einem zentralen, digitalen 3D-Modell erfasst, verwaltet und aktualisiert. Dieses Modell begleitet das Bauwerk über den gesamten Lebenszyklus. Quelle: GEFMA Glossar (https://www.gefma.de/glossar)

Es handelt sich um eine Softwarelösung im Rahmen des Facility Managements, die Prozesse wie beispielsweise Flächen-, Inventar-, Fuhrparkmanagement sowie Instandhaltung und Reinigung digitalisiert und optimiert. Quelle: GEFMA Glossar (https://www.gefma.de/glossar)

Unter einer Cloud oder Cloud Computing versteht man (meist über das Internet und geräteunabhängig) die Bereitstellung von Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung. Die Nutzung dieser Infrastrukturen erfolgt vorwiegend über Programme auf den zugreifenden Geräten (Clients) sowie über den Webbrowser. Die Wartung und Pflege der zugrundeliegenden Architektur übernimmt der Anbieter.
Quelle: GEFMA Glossar (https://www.gefma.de/glossar)

Digitalisierung besitzt unterschiedliche Bedeutungen. Ursprünglich versteht man darunter den Prozess der Umwandlung von analogen Daten oder Informationen jeglicher Art in ein digitales (binäres) Format, das von Computersystemen oder anderen elektronischen Geräten verarbeitet werden kann. Weiterhin bezeichnet Digitalisierung das Phänomen, dass Informationen mittels digitaler Datenverarbeitung zur Verfügung gestellt und Prozesse digital ausgeführt werden. Am häufigsten bezieht sich Digitalisierung aber auf die digitale Revolution, auch als digitaler Wandel oder digitale Transformation bezeichnet. Der digitale Wandel beschreibt die durch die Digitalisierung ausgelösten Veränderungsprozesse, die nicht selten einen disruptiven Charakter haben.
Quelle: GEFMA Glossar (https://www.gefma.de/glossar)

Die GEFMA ist der deutsche Verband für Facility Management. Der Verband verbindet Dienstleister und Anwender von Facility Management-Lösungen mit- und untereinander. Dadurch wird ein qualifizierter Austausch ermöglicht.

Basierend auf 18 Kriterienkatalogen (z.B. Vertrags-, sowie Instandhaltungsmanagement) zertifiziert die GEFMA-Richtlinie 444 CAFM-Softwarelösungen. Jeder Kriterienkatalog definiert die Anforderungen an eine CAFM-Software in einem bestimmten Anwendungsbereich.
Quelle: GEFMA Glossar (https://www.gefma.de/glossar)

Ein Prozess ist eine abgeschlossene Folge von Tätigkeiten oder Aktivitäten, die Eingaben (Input) mit Hilfe von Mitteln (Personal, Ressourcen, Informationen) in Ergebnisse (Output) umwandelt. Ergebnis eines zweckbezogenen Prozesses ist ein Produkt. Die Aktivitäten werden zu einem bestimmten Zeitpunkt oder durch ein definiertes Ereignis ausgelöst und führen zu einem definierten Ende und einem messbaren Ergebnis. FM-Prozesse zählen üblicherweise zu den sekundären oder Support-Prozessen.
Quelle: GEFMA Glossar (https://www.gefma.de/glossar)

Zeitleiste

2025
  • Projektinitialisierung sowie Projektorganisation
  • Soll-Definitionen der Funktionen und Anforderungen
  • Ausschreibung zur Beschaffung und Implementierung einer passenden Software-Lösung
  • Zuschlagserteilung
  • Vorbereitende Workshops hinsichtlich der Implementierung
Ab 2026
  • Implementierung des Basissystems
  • Vorbereitende Workshops hinsichtlich der Implementierung z.B. zur Vorbereitung der Datenmigration von Altdaten ins neue CAFM-System
  • Implementierung der folgenden Module inklusive der dazugehörenden Schnittstellen in Ausbaustufe I 
    • Flächenmanagement
    • Belegungsmanagement
    • Service-Modul (Störmeldungen)
    • Auftragsmanagement
    • Instandhaltungsmanagement
Ab 2027
  • Implementierung der folgenden Module inklusive der dazugehörenden Schnittstellen in Ausbaustufe II
    • Veranstaltungsmanagement inkl. Lagerverwaltung
    • Inventarmanagement
    • Reinigungsmanagement
    • Umweltschutzmanagement
    • BIM-Datenverarbeitung
Ab 2028
  • Implementierung der folgenden Module inklusive der dazugehörenden Schnittstellen in der Ausbaustufe III
    • Fuhrparkverwaltung
    • Umzugsmanagement
    • Schließanlagenmanagement
    • Mietmanagement
Über die gesamte Projektlaufzeit
  • Digitalisierung und Automatisierung von einzelnen Prozessen
  • Umsetzung funktionaler Anforderungen übergeordneter Module
    • Budgetmanagement & Kostenverfolgung
    • Vertragsmanagement
  • Realisierung von Schnittstellen 
  • Regelmäßige Abstimmung u.a. mit Dezentralen Einheiten, Zentrale Einheiten, Personalrat, Datenschutz, RUS-CERT
  • Bedarfspezifische Schulungen relevanter Personengruppen
  • Change-Kommunikation

Kontakt

 

Projektteam CAFM-Modernisierung

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