Die digit@Le Lehre stärken: Angebotsübersicht für Lehrende

Die Veranstaltungsreihe gibt einen Überblick über Angebote im Bereich der digitalen Lehre an der Uni Stuttgart.

Die Veranstaltungsreihe zum Erfahrungsaustausch in der digitalen Lehre

Die Rückkehr in die Präsenzlehre macht die gesamte Universität zum Reallabor, in dem alle Beteiligten überprüfen, welche digitalen Formate sie aus der Pandemiezeit übernehmen. Der Erfahrungsaustausch und die weiterentwickelten Serviceangebote von TIK und ZLW stehen im Mittelpunkt der neuen Veranstaltungsreihe, zu der das E-Learningteam von ZLW und TIK im Rahmen des Projekts digit@L einlädt. In regelmäßig stattfindenden Live-Sessions werden in regem Austausch Konzepte, Tools und Serviceangebote für die digitale Lehre vorgestellt und Raum für kollegialen Austausch geboten.

Das Format

Für die einzelnen virtuellen Sessions sind jeweils 90 Minuten vorgesehen. Passend zum thematischen Schwerpunkt der jeweiligen Sessions werden ausgewählte Angebote für Lehrende in Kurzbeiträgen vorgestellt und Rückfragen beantwortet. Das letzte Drittel der einzelnen Sessions bietet Raum für thematischen Austausch, Vernetzung und Anregungen.

Eine Anmeldung zu den einzelnen Sessions ist nicht erforderlich.

Die Zielgruppe:

  • Lehrende der Universität Stuttgart, die ihre eigene Lehre weiterentwickeln und sich über laufende und geplante Maßnahmen in diesem Zusammenhang informieren möchten
  • Lehrende, die interessiert an Austausch und Vernetzung in diesem Themenfeld sind oder Entwicklungen anregen möchten
  • Studierendenvertreter*innen, die die Sichtweisen Studierender einbringen und anregen möchten, sind ebenfalls willkommen, genauso wie eScouts.

Termine / Sessions


Videoaufzeichnungen der vergangenen Sessions

1. Session: Reflektierte digitale Lehrpraxis: flexible Beratungs- und Begleitungsformate für Lehrende

Referent*in: Simone Loewe (Leiterin des HDZ-Standorts der Universität Stuttgart)

08:03
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Referent*in: Sannah König (Mediendidaktik TIK - Abt. NFL, Projekt MakEd_digital)

06:35
Video-Transkription

Referent*in: Avni Qekaj (Hochschuldidaktik zlw, Projekt digit@L)

04:44
Video-Transkription

Referent*in: Simone Loewe / Richard Powers/ Judith Bartels (Mediendidaktik zlw/TIK, Projekt digit@L)

04:41
Video-Transkription

Referent*in: Dr. Thorsten Braun (Hochschuldidaktik am zlw)

08:28
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2. Session: Digitale Medien und Ressourcen zielführend auswählen, weiterentwickeln, organisieren und schützen

Referent*in: Sannah König (Mediendidaktik TIK - Abt. NFL, Projekt MakEd_digitl)

12:31
© Universität Stuttgart
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Tipps zu Gestaltung und Aufbau Ihres ILIAS-Kurses & Mediendidaktik/Learning Design

Referent*in: Simone Loewe / Richard Powers / Judith Bartels (Mediendidaktik zlw/TIK, Projekt digit@L)

04:48
© Universität Stuttgart
Video-Transkription

Referent*in: Simone Loewe (Leiterin des HDZ-Standorts der Universität Stuttgart)

06:09
© Universität Stuttgart
Video-Transkription

Referent*in: Judith Bartels/ Richard Powers (Mediendidaktik zlw/TIK, Projekt digit@L), Wiebke Hengst (Universitätsbibliothek, Projekt MakEd_digital)

08:22
© Universität Stuttgart
Video-Transkription

Referent*in: Dr. Thorsten Braun (Hochschuldidaktik am zlw)

11:14
© Universität Stuttgart

Ja, herzlich willkommen. Von mir auch. Mein Name ist Thorsten Braun und ich arbeite am Zentrum für Lehre und Weiterbildung im Bereich Hochschuldidaktik. Das ist da mein Haupttätigkeitsfeld, auch ein bisschen Bildungsforschung. Und das Thema, das ich hier heute zum Abschluss berichten darf, ist hochschuldidaktische Kooperation. Und es ist vielleicht auch ein bisschen ein ganz gutes, abschließendes Thema, weil es so eine Art Klammer anbietet auf das Thema Entwicklung von Lehren und Lernen mit Fokus Digitalisierung.

Die hochschuldidaktische Kooperation als Begriff ist ja kein geschützter und auch kein klarer Begriff. Da steckt ziemlich viel drin. Wahrscheinlich haben Sie hochschuldidaktische Kooperation selber auch schon durchgeführt, sei es mit Kolleginnen und Kollegen, sei es aber auch mit Kolleginnen aus dem Team, das TIK oder das ZLW, also aus den Services Einrichtungen. Hochschuldidkatische Kooperationen zielt hier so ein bisschen auf die größere Perspektive ab, weil, wenn man etwas verändert an dem komplexen Gebilde Lehre, dann ist das vielleicht ein manchmal weniger Mikado Spiel.

Wenn man an einem Ende rüttelt, dann droht Gefahr, dass sich der ganze Haufen bewegt und das steht so ein bisschen bei dem Angebot einer etwas intensiveren Kooperation im Fokus. Das heißt, die Schlüsselworte für diese Kooperation in diesem Sinne wären Interaktion einbezogen. Das heißt mit Blick auf die tatsächlichen Effekte, die zum Beispiel digitale Ressourcen und Medien auf das Integrations geschehen haben, die Ganzheitlichkeit, also den Blick wirklich nicht nur auf einen einzelnen Aspekt zu richten, wie zum Beispiel die Nutzung von OER Ressourcen oder einen einzelnen Kurs zu besuchen, sondern tatsächlich auf die gesamte Situation in der Lehre zu schauen und lernerfolgsorientiert in dem Sinne, dass es das leitende Ziel ist, immer auch die tatsächlichen Lernerfolge von Studierenden im Blick zu haben und wie die sich unter Umständen noch ändern, wenn man anfängt, Veränderungen einzuführen. Also bedeutet sozusagen eine hochschuldidaktische Kooperation, gerade jetzt mit Fokus auf digitalem Medien und die Veränderung von Lernen und Lernen Arrangements, dass man, wenn man sich darauf einlässt, was zu ändern, die Lernziele und die Aktivitäten ganzheitlich in den Blick nimmt.

Das heißt, welche Auswirkungen haben die veränderten Medienformen eigentlich auch auf Grundprinzipien, die auf Lehren und Lernen vorherrschen und letztendlich dann auch mit einer Reflexion abzuschließen, welche Erfolgsfaktoren davon auch getroffen werden und auch empirisch getroffen werden vielleicht.

Das heißt, wenn wir von einer Kooperation reden, dann sind Sie vielleicht als interessierter Lehrende oder Lehrender ein Partner in der Kooperation aber vielleicht auch Personen aus den Serviceeinrichtungen. Die hochschuldidaktik Kooperation in dem Sinne bedeutet, dass man sich etwas intensiver mit der eigenen Lehre beschäftigt und dabei eben auch Expertise aus einem weiteren Kreis einholt. Ich werde dazu gleich noch etwas mehr sagen. Der Fokus in solcher Art von Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und den Service Einrichtungen, in diesem Fall jetzt, kann man sagen, bezieht sich auf die Punkte, häufig auf die Punkte, die hier genannt sind.

Das heißt, man schaut, wenn man etwas verändert an der Hochschule, der in der Hochschullehre auf das Gleichgewicht zwischen den ursprünglich formulierten Lehr Lernzielen, den Lernaktivitäten und aber auch den empirischen Lernergebnissen, was häufig auch die Prüfungen sind. Oftmals berührt es aber auch andere Grundprinzipien. Wenn man die digitalen Medien oder Ressourcen einführt in die eigene Lehre, dann verändern sich vielleicht Gefüge wie die die Arbeitsfähigkeit der Gruppe betreffen oder auch die Selbstwirksamkeit im Lernprozess, die Studierende plötzlich anders wahrnehmen.

Und natürlich verändert das auch unter Umständen soziale Interaktion und dadurch auch Bezugsnormen. Also wann merke ich, ob ich zu den besseren oder schlechteren Studierenden gehöre? Wie passiert Feedback und wie wird Lernstand sichtbar? Also das sind alles, was ja gar nicht so einfach zu fassende wichtige Grundprinzipien in der Lehre die eben durch digitale Medien beeinflusst werden können. Und wenn wir von hochschuldidaktischen Kooperation sprechen, dann bedeutet das, sich auf diese Ganzheitlichkeit einzulassen.

Und da intensiver unter Umständen auch dran zu arbeiten. Der letzte Punkt ist auch nicht unwichtig. Immer wieder kommt es vor, dass wir in den Kooperationen auch forschend tätig werden. Aber entweder von unserer Seite her oder auch von Ihrer Seite her als Lehrperson. Das heißt, dass man wirklich herausfinden möchte, was sich ändert, welche tatsächlichen empirischen Verhältnisse bei Studierenden vorliegen, zum Beispiel beim Lernverhalten ändert sich da was?

Was ist mit dem Lernerfolg? Und welche Kompetenzen werden möglicherweise schwächer erreicht mit der Einführung neuer Lernmethoden? Und so weiter und so fort. Das heißt, die große Brille ist wie links unten in dem kleinen, kleineren Kreis angeführt. Die große Brille ist: Welche Veränderungen bringen die digitalen Medien und Ressourcen aus ganzheitlicher, ganzheitlicher Perspektive eigentlich mit sich?

Und hier habe ich ein paar mögliche Fragen mitgebracht, die in solchen Kooperationen dann irgendwann einmal auftauchen. Zum Beispiel: Ermöglichen die digitalen Neuerungen noch die Lernaktivität, die eigentlich mit den Lernzielen eng verbunden war? Filter was weg möglicherweise? Wird sich das Lernen der Studierenden durch digitale Tools oder Szenarien ändern maßgeblich? Und warum und in welcher Form? Wie sieht es mit Interaktionen aus?

Welche Effekte haben neue Medien oder auch Arbeitsformen auf die tatsächliche Interaktion? Dann die Frage der Prüfung. Gibt es noch eine faire Chance, sich auf den Charakter der Prüfung vorzubereiten? Also Stichwort Lernen, Online Prüfung, Präsenz? Ist das dann noch fair? Ist das gut so, wie das sich plötzlich darstellt? Dann die Frage: Wie kann im digitalen Medien die Arbeitsfähigkeit hergestellt werden und zwar auch auf Beziehungsebene?

Also die Anfangsphase der Unterrichtsplanung. Alle abholen, alle ins Boot bringen, auch emotional, also auch motivational. Wie werden Lerngruppen möglich? Was passiert mit dem Lernen untereinander bei den Studierenden? Gibt es auch Studierende, die möglicherweise Chancen auf Teilhabe verlieren durch diese Neuerungen und abschließend sind auch verschiedene Lernpräferenzen noch berücksichtigt oder ergeben sich plötzlich auch ganz neue, durch die digitalen Ressourcen oder Medien, die eingeführt werden?

Ganz praktisch sieht das so aus, dass wenn sich Lehrende auf eine intensivere Kooperation mit uns einlassen, dass man - hier sind drei Beispiele oder viel Beispiele genannt - möglicherweise so etwas wie ein digitales Peer Review einführen möchte. Da gab es ein Beispiel in der Politikwissenschaft, das heißt ein digitales Tool, das es ermöglicht, peer Review als Lern Staatskontrolle und gleichzeitig aber auch als Lern Tool zu etablieren.

Und das hat recht weitreichende Konsequenzen über die gesamte Struktur der Lehrveranstaltung. Dann ein Klassiker vielleicht der letzten zwei Jahre eine Umstellung auf in Inverted Classroom, also von der Vorlesung hin zu einem gänzlich auf den Kopf gestellten Konzept. Dann auch die Prüfungs Umstellung auf Multiple Choice. Vorher waren es Klausuren oder Essays und jetzt möchte ich Multiple Choice machen, digital.

Da hängt ein ganz schöner Rattenschwanz dran, um das zu erledigen und als letztes hier ein Beispiel digitales Szenario Spiele einzuführen. Das ist sehr aktuell, weil wir im Rahmen von dem Projekt gerade so ein Szenario spielen, werfen. Und wenn Sie zum Beispiel Interesse haben, in Ihrer Lehrveranstaltung Kompetenzen für nachhaltige Entwicklung oder für Kompetenz für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung mit zu integrieren, dann bieten sich solche Szenarios Spiele an, die natürlich auch ganz stark auf digitale Möglichkeiten zurückgreifen können.

Und auch das bedeutet, dass man eigentlich die gesamte Lehrveranstaltung auf den Kopf stellt, so ein bisschen und wahrscheinlich außerhalb der üblichen Strukturen anfängt zu denken. Das wären jetzt viel Beispiele, wo eine Kooperation entstehen kann, die etwas intensiver und auch zeitlich länger angelegt ist. Ich finde den Ausdruck Veränderungsprozesse navigieren eigentlich ganz passend. Das heißt, es kommen Personen zusammen, für eine begrenzte Zeit und vielleicht auch ein Personenkreis, der sich im Verlaufe des Prozesses verändert und man versucht etwas einzuführen, neue Ziele zu erreichen.

Neue Möglichkeiten zu nutzen und möglichst eben mit einem Blick auf die gesamten Konsequenzen, die das hat, das zu navigieren. Das TIK und das ZLW reagieren auf solche Anfragen flexibel und koordiniert, so dass, wenn sie sich mit uns in Verbindung setzen, wir eben schauen, was sie vorhaben. Und dann schauen wir, welche Ressourcen wir haben und wer auch sinnvoll ist, dass er mitwirkt.

Wir haben ja sehr viele Expertisen, die verteilt sind auf verschiedene Teilbereiche und eine hochschuldidaktische Kooperation in dem Sinne, wie ich sie jetzt präsentiere, bedeutet, dass zum Beispiel in einer Modulentwicklung eben die Partner zusammenkommen, die eine Veränderung erfolgreich begleiten können und umsetzen können. Deswegen links das Schaubild, das kleine. Beispielsweise ein Lehrstuhl Professur ist beteiligt. Es gibt vielleicht Peers am Lehrstuhl, das können andere Professoren sein oder Professorinnen.

Aber auch Mitarbeiter und Personen aus dem TIK oder aus dem ZLW, der Hochschuldidaktik kommen eben bei Bedarf hinzu. Dabei ist die Einbindung gerade von Peers, also von Personen aus dem eigenen Umfeld, der Lehre und des Forschens ganz wichtig. Und auch die Studierenden können durchaus auch aktiv in solche Kooperationen mit eingebunden werden.

Ja, das ist so ein kleiner Blick oder Ausblick meinerseits auf das Thema hochschuldidaktische Kooperation. Wenn Sie daran Interesse haben, können Sie auch nicht nur mich ansprechen. Ich bin sehr interessiert daran. Aber Sie können im Prinzip auch die Kolleginnen und Kollegen von TIK oder ZLW ganz nach Belieben darauf ansprechen, wenn Sie denken, sie haben eine größere Baustelle vor sich.

Und wenn diese Baustelle vielleicht auch noch Pilot Charakter hat, also etwas, wo etwas entstehen kann, was anderen auch etwas bringt, umso besser. Schauen Sie einfach mal, sozusagen, wen Sie ansprechen und dann können wir darüber ins Gespräch kommen. Ich würde mich freuen, und wünsche Ihnen aber auch so auf jeden Fall viel Erfolg in Ihrer eigenen Lehre. Vielen Dank.

Die Veranstaltungsreihe „Die digit@Le Lehre stärken“ ist Teil des Projekts „digit@L - Digitales Lehren und Lernen an der Uni Stuttgart“ und wird von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert.

Fragen? Ihr Ansprechpartner des Organisations-Teams:

Dieses Bild zeigt Avni Qekaj, M.A.

Avni Qekaj, M.A.

 

Hochschuldidaktische Beratung, Coachings und Weiterbildung | Projektmitarbeiter digit@L

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