Stadt Olfen

Erfahren Sie mehr über die Stadt Olfen im Stadtportrait

Marktplatz Olfen
Marktplatz Olfen

[Foto: Stadt Olfen]
Floßfahrt in der Steveraue
Floßfahrt in der Steveraue

[Foto: Stadt Olfen]
Überflutung in Olfen
Überflutung in Olfen

[Foto: Privat]
Überflutung in Olfen
Überflutung in Olfen

[Foto: Privat]
Stadtpark Olfen
Stadtpark Olfen

[Foto: Stadt Olfen]

Steckbrief

Einwohner: 12 480 (31.12.2016)
Fläche gesamt: 5243 ha
Höhenlage: 45-80 m ü. NN

Olfen - Ein gutes Stückchen Münsterland

Das „Tor zum Münsterland“, oder doch eher das „Tor zum Ruhrgebiet“?

Was diese Frage betrifft, sind sich selbst die Olfener Bürgerinnen und Bürger nicht einig. Klar ist, dass Olfen zwischen Dortmund und Münster an der Nahtstelle von Münsterland und Ruhrgebiet, im 2-Stromland genannten Landschaftsraum an Stever und Lippe liegt, dessen Flussauen im Wechsel mit Siedlungen, Heiden, Wäldern, Feldern und Äckern das Landschaftsbild prägen.

Die unmittelbare Nähe zum Ruhrgebiet macht Olfen nicht nur für Bürgerinnen und Bürger interessant, sondern auch für Erholungssuchende, die Natur und Landschaft zu Fuß, auf dem Fahrrad oder zu Wasser genießen wollen.

Olfen ist eine wachsende, innovative Stadt, die neuen Ideen stets aufgeschlossen gegenübersteht, was sich in vielen Projekten zeigt, die nachhaltige Stadt- und Landschaftsentwicklung mit sanftem Naturtourismus kombinieren. Denn in Olfen steht das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger und ein nachhaltiger Umgang mit der Natur im Vordergrund.

Besonders hervorstechende Projekte werden im Folgenden kurz umrissen.

Projekte

Im Hochwasserbereich der Stever wurden durch die Stadt Olfen in großem Umfang landwirtschaftliche Flächen aufgekauft und als Auenlandschaft renaturiert. Heute wird die Fläche mit einer Größe von 120 ha mit Konikpferden, Heckrindern und Poitou-Eseln beweidet. Diese Tiere und das Ambiente der Steveraue können von städtisch angebotenen Floßfahrten aus nächster Nähe betrachtet und erlebt werden. Rund um die Steveraue führt ein Rad- und Wanderweg mit vielen Gelegenheiten zum Verweilen.

Ein weiteres Projekt zur Förderung des sanften Tourismus ist der Bau des Naturbads. Im Naturbad wird das Wasser natürlich und chemiefrei gereinigt und geheizt, wodurch die Betriebskosten sehr gering sind. Der sonstige Energiebedarf des Bades wird komplett aus erneuerbaren Energien gedeckt.

Das Naturbad liegt im sogenannten Olfener Westen. In dem Gebiet um und an der Füchtelner Mühle soll ein Schwerpunktbereich für Tourismus und Freizeit entstehen, ein Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouren, von dem auch die bereits erwähnten Floßfahrten starten. Außerdem soll dort Platz für Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomie geschaffen werden.

Auch in der Kernstadt werden neue Entwicklungen angestoßen. So beinhaltet das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt die Umgestaltung des Marktplatzes, gestalterische Aufwertungen einiger Gassen, den Umbau des Leohauses zu einem Ort für Vereine und bürgerschaftliches Engagement sowie die Aufwertung der Grünachse Alte Fahrt. Weitere Projekte sind in diesem Zusammenhang noch geplant. Darunter fallen die Erweiterung des Rathauses, die Einrichtung eines Mobilpunkts in der Stadt und der radfahrerfreundliche Umbau der Bilholtstraße.

Für den Olfener Ortsteil Vinnum mit seinen rd. 900 Einwohnern wurde jüngst ein Dorfinnenentwicklungskonzept erarbeitet. In Vinnum soll auf kleiner Fläche viel passieren. Ein Dorfgemeinschaftshaus entsteht, es wird ein bürgerschaftlich getragener Dorfladen eingerichtet, der die Bürgerinnen und Bürger mit alltäglichen Waren versorgt, es soll die Hauptstraße neugestaltet und das Gelände des ehemaligen Ziegelwerks wieder neu belebt werden. Auch ein Internet-Breitband Anschluss ist in Vinnum inzwischen vorhanden.

Die Stadt Olfen, eine Kleinstadt im Kreis Coesfeld in NRW mit ca. 12.000 Einwohnern, hat in der Vergangenheit bereits Schäden aufgrund von Extremereignissen, insbesondere Starkniederschläge und Stürme, erlebt und daher die Notwendigkeit neuer Schutzstrategien und Anpassungsmaßnahmen erkannt. Sie bringt ihre lokale Expertise und vorhandene Daten in das Projekt ein und beteiligt sich mit dem Fachbereich 6 „Bauen, Planen und Umwelt“ an den Arbeiten im Reallabor, um bspw. erarbeitete Methoden, Konzepte und Instrumente zu testen und zu evaluieren.

Insbesondere in den Sommermonaten der Jahre 2013 und 2014 (u.a. Pfingststurm Ela) haben Unwetter mit Starkregen und Starkwind zu Schäden an Gebäuden durch Wassereintritt und Windbruch geführt. Im Jahr 2013 waren hiervon auch städtische Gebäude und Anlagen wie die Gesamtschule, die Stadthalle und das Steverstadion betroffen. Die in ihrer Dimensionierung auf dreijährige Regenereignisse ausgelegte Kanalisation kann die Niederschlagsmengen der zunehmenden Starkregenereignisse häufig nicht mehr bewältigen. Da auch Privatgrundstücke und -gebäude oft nicht ausreichend gesichert sind, kommt es zu Überflutungen mit entsprechenden Schäden an den Gebäuden.

Schäden traten in der Vergangenheit ubiquitär im gesamten Stadtgebiet auf. Ein Schwerpunkt liegt jedoch im Umfeld des „Grünen Weg“ sowie der angrenzenden Gebiete, in denen sich u.a. auch die Stadthalle und die Feuerwehr befinden. Die Siedlungsstruktur ist hier überwiegend zwischen den Jahren 1950 und 1970 entstanden. Die Kanalisation ist an dieser Stelle besonders hohen Belastungen ausgesetzt, da der Versiegelungsgrad in der näheren Umgebung relativ hoch ist und zudem ein großer Teil der Innenstadt sowie der älteren Wohngebiete zwischen Dattelner Straße, Bilholtstraße und Alter Fahrt über diesen Kanal entwässert wird. Auch die vorhandenen Geländehöhen wirken sich hier negativ aus.

Aufgrund der räumlichen Lage zwischen Stever und Lippe ist Olfen außerdem regelmäßig von Hochwasser betroffen. Das Gefährdungspotenzial durch Hochwasser ist jedoch eher gering, da die Retentionsräume von Stever und Lippe eine ausreichende Größe aufweisen. Nach den Hochwasserrisikokarten für die Stadt Olfen gibt es nur vereinzelt gefährdete Bereiche wie z.B. einen Campingplatz an der Füchtelner Mühle, ein geringer Teil der Wohnbebauung im Bereich Sternbusch, eine Kleingartenanlage an der Schützenstraße sowie Teile der Ortschaft Benthof. Dazu kommen einige Gebäude in Einzellage im Außenbereich in geringer Entfernung zu Stever oder Lippe.

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