2. Juli 2018 / IREUS

Fachaustausch RESI-extrem in Frankfurt (Main)

Am 2. Juli 2018 fand im Rahmen des Projekts „RESI-extrem“ ein Fachaustausch in Frankfurt (Main) statt, bei dem die Zwischenergebnisse aus dem ersten Jahr der Projektbearbeitung präsentiert und gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Institutionen auf Landes- und Bundesebene diskutiert wurden.

Im Rahmen des Projekts „RESI-extrem“ „Resilienzbildung nach Extremereignissen: Lessons Learned und neue Strategien für Städte im Umgang mit räumlich ubiquitär auftretenden Extremereignissen“ – fand im Juli 2018 ein Fachaustausch mit Expertinnen und Experten aus Institutionen auf Landes- und Bundesebene statt.

Ziel des Fachaustauschs war es, die Zwischenergebnisse aus dem ersten Jahr der Projektbearbeitung zu präsentieren und gemeinsam mit Expertinnen und Experten verschiedener Landes- und Bundesbehörden zu diskutieren. Neben den Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Behörden waren auch der Projekträger (DLR) und das Synthese- und Vernetzungsprojekt Zukunftsstadt der Fördermaßnahme „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt“ vertreten.

Das Projekt RESI-extrem untersucht, wie Stadtentwicklung trotz der scheinbaren Unvorhersehbarkeit räumlich ubiquitärer Extremereignisse wie Starkregen Vorsorge- und Schutzkonzepte für eine klimaresiliente Entwicklung fördern kann. Bearbeitet wird das Projekt von Vertreterinnen und Vertretern der Universität Stuttgart - Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung (IREUS), der Technischen Universität Dortmund - Institut für Raumplanung (IRPUD), des Planungsbüros Plan und Praxis GbR - Berlin (P+P), der Stadt Olfen und der Stadt Schwäbisch Gmünd.

Am Anfang stellte Prof. Jörn Birkmann (IREUS) in seinem Einleitungsvortrag die Ziele und zentralen Bausteine des Pro-jekts vor und gab einen Überblick über den Forschungsrahmen des Projekts. Prof. Stefan Greiving (IRPUD) präsentierte die Herausforderungen einer resilienten integrierten Stadtentwicklung. Im Anschluss an die beiden Vorträge stellten die Vertreter der beiden Reallaborstädte Stadt Olfen und Stadt Schwäbisch Gmünd anschaulich ihre Erfahrungen mit bis-herigen Starkregenereignissen in ihren Kommunen vor. Dabei betonte u.a. der Baubürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, Herr Mihm, dass das RESI-extrem Projekt dabei helfen könne, die Lessons Learned aus dem Katastrophenjahr 2016 zu systematisieren und auch Empfehlungen für eine effektive Vorsorge gegenüber Starkregenrisiken für die Stadt-entwicklung abzuleiten. Er veranschaulichte zudem die zahlreichen Stadtentwicklungsaktivitäten der Vergangenheit auf. Auch in Olfen sollen die Ergebnisse des Projekts in konkrete Pläne zur Stadterweiterung einfließen.

Zum Abschluss präsentierten die Projektpartner ihre ersten Ergebnisse aus der qualitativen Befragungen der städtischen Akteure sowie der quantitativen Haushaltsbefragung in den Städten.

Im Anschluss an die Präsentationen folgte eine rege Diskussion mit wertvollen Anmerkungen und Rückfragen zum wei-teren Projektverlauf. So wurde die hohe Bedeutung von Kommunikation und integrierten Ansätzen bei der Risikovorsorge gegenüber Starkregen hervorgehoben. Zudem wurden mögliche Zielkonflikte bei der Abwägung von Belangen der Überflutungsvorsorge gegenüber den Belangen der innerstädtischen Nachverdichtung und der Barrierefreiheit von Gebäuden diskutiert. Von großem Wert waren auch die Statements der Expertinnen und Experten zur Bedeutung des Themas Starkregenvorsorge und Resilienzbildung im Kontext der Stadtentwicklung. Diskussionen zur Schaffung von Querbezügen zwischen Stadtentwicklung, Risikomanagement und Eigenvorsorge sowie zur Starkregenrisikovorsorge über kommunale Grenzen hinweg stellten interessante Anregungen für die weitere Projektarbeit dar.

Der Fachaustausch soll auch nächstes Jahr fortgesetzt werden.

Fachaustausch mit Expertinnen und Experten in Frankfurt (Main) am 2. Juli 2018
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