Beiträge
Abschlusskonferenz der zweiten Phase des Verbundprojekts ISAP: Integrative stadt-regionale Anpassungsstrategien in der Region Stuttgart
Seit 2020 untersucht das Verbundprojekt ISAP, wie eine Verbesserung von Planungsgrundlagen für eine vorausschauende und gemeindeübergreifende Klimaanpassung systemisch in der Planungspraxis verankert werden kann. Ziel ist es, auf Basis wissenschaftlicher Datengrundlagen die Resilienz der gesamten Region gegenüber klimatischen Veränderungen nachhaltig zu steigern.
Fokus der zweiten Projektphase: Von der Analyse zur strategischen Planung
Am 24. September 2026 wurde die zweite Förderphase mit einer Abschlusskonferenz zusammengeführt. Im Zentrum dieser Phase stand die Weiterentwicklung und Erprobung der integrativen stadt-regionalen Anpassungsstrategien sowie des Digitalen Klimaatlas der Region Stuttgart. Neben anwenderfreundlichen Erweiterungen des Klimaatlas (z. B. Kartenexporte und detaillierte Erläuterungen) wurden neue Instrumente entwickelt, um Analysen direkt in die Planung zu überführen – insbesondere die Fokuskarte Starkregen sowie eine Kaltluftsimulationswerkzeug – und die bestehenden Inhalte evaluiert.
In ISAPII wurden darüber hinaus weitere vertiefende Analysen durch die Projektpartner aus der Klimatologie durchgeführt, um lokale Besonderheiten präzise abzubilden. Hierzu zählen klimatische Untersuchungen in Winnenden, aber auch in der Landeshauptstadt Stuttgart.
In Zusammenarbeit mit der Stadt Winnenden im nordöstlichen Teil der Region neue Instrumente wie die Fokuskarte Starkregen entwickelt und erprobt, sowie eine integrierte Bewertung möglicher Anpassungsszenarien. Zudem erfolgte eine Haushaltsbefragung zu den Anpassungskapazitäten der Bevölkerung in Winnenden, Ingersheim und Tamm.
Abschlusskonferenz
24.09.2026, Vormittag: Exkursion in Winnenden
Zum Auftakt der Abschlussveranstaltung besuchte das ISAP-Team gemeinsam mit Vertretern der Stadt Winnenden vor Ort, welche sich im Rahmen der Analysen als besonders spannend erwiesen und innovative Ansätze zu Grunde gelegt hatten, und diskutierten konkrete Anpassungsoptionen zum Hitzeschutz und zur Starkregenvorsorge.
24.09.2026, Nachmittag: Fachdialog und wissenschaftlicher Austausch
Die anschließende Konferenz beim Verband Region Stuttgart brachte Akteure verschiedener Planungsebenen sowie Gäste aus Nachbarregionen zusammen. Das Programm zielte darauf ab, die Brücke zwischen Forschung und planerischer Praxis zu schlagen und eine Diskussion der Projektergebnisse zu fördern.
- Impulsvorträge: Die Verbundpartner präsentierten aktuelle Forschungsergebnisse zur regionalen Klimaveränderung, Auswertungen der Haushaltsbefragungen sowie spezifische Instrumente der Klimaanpassung.
- Interaktive Posterausstellung: Als Forum für Diskussion sprachen die Teilnehmenden insbesondere über ihre Projektergebnisse sowie die Integration der Atlas-Inhalte in bestehende Planungsinstrumente und Übertragbarkeit der ISAP-Ergebnisse auf andere Regionen.
Die präsentierten Poster können Sie hier herunterladen.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden und Referenten für die konstruktiven Impulse sowie bei der Stadt Winnenden für die Unterstützung und die aufschlussreiche Führung. Ein besonderer Dank gilt dem gesamten ISAP-Team: dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT IMKTRO), der Landeshauptstadt Stuttgart, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), der Dr. Pecher GmbH, der Lohmeyer GmbH sowie indblik.io. Das Projekt ist eines von sechs bundesweiten Modellvorhaben und wurde durch das Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFTR) im Rahmen der Fördermaßnahme „RegIKlim“ gefördert.
Weiterführende Ressourcen:
- Abschlusskonferenz-Poster
- Klimaatlas der Region Stuttgart
- Difu Impulspapier: Datengrundlagen für die regionale und kommunale Klimaanpassung
- Wissenschaftliche Publikationen
Publikation: Wie digitale Klimadienste die Anpassung vor Ort unterstützen
Wie können Kommunen Klimarisiken erkennen und Maßnahmen zur Klimaanpassung gezielt planen? Ein neuer Beitrag im Band „Kommunen klimaresilient machen“ zeigt am Beispiel des Klimaatlas der Region Stuttgart, wie digitale Klimadienste dabei unterstützen können.
Der Beitrag „Wie digitale Klimadienste die Anpassung vor Ort unterstützen: Der Klimaatlas der Region Stuttgart“ beleuchtet zunächst den Bedarf kommunaler Akteure an geeigneten Daten und Unterstützungsangeboten. Im Mittelpunkt steht anschließend der im Rahmen des ISAP-Projekts entwickelte Klimaatlas: Er stellt räumliche Informationen zu Klimarisiken bereit und schafft damit eine Datengrundlage, mit der sich Anpassungsbedarfe in der Stadt- und Regionalplanung differenzieren und priorisieren lassen. Damit wird deutlich, welchen Beitrag datenbasierte Werkzeuge zu einer vorausschauenden und klimaresilienten Planung vor Ort leisten können.
Publikation: Kommunen klimaresilient machen – https://www.hirzel.de/kommunen-klimaresilient-machen/9783777635170
Vorstellung der Ergebnisse der Haushaltsbefragung im Gemeinderat Tamm
Am 3. und 4. November 2025 fand in der Mercatorhalle Duisburg die RegIKlim-Statuskonferenz statt, die zentrale Plattform für den Austausch zwischen allen geförderten Projekten der Fördermaßnahme RegIKlim.
Auch Partner des ISAP-Projekts waren vor Ort und nutzten die Gelegenheit, ihre Ergebnisse, Perspektiven und Ansätze im Zusammenhang mit der Entwicklung des digitalen Klimaatlas und weiteren Forschungsfeldern in den Dialog mit anderen Modellregionen und Querschnittsvorhaben im Rahmen von Workshops einzubringen. Im Fokus der Tagung standen nicht nur der Austausch über aktuelle Ergebnisse und Methoden der Klimaanpassungsforschung, sondern auch der Stand der Entwicklung des bundesweiten Klimakatasters, das eine wichtige Grundlage für kommunale Anpassungsstrategien bildet.
Darüber hinaus bot die Konferenz Innovationen der Klimaanpassungspraxis: Beiträge zum NRW Klimaatlas und Einblicke in klimarelevante Projekte der Gastgeberregion Duisburg veranschaulichten, wie Klimadienste konkret in Kommunen und Regionen wirken können.
Für ISAP bedeutet die Teilnahme: Vernetzung auf nationaler Ebene, Austausch mit anderen Projekten und ein wertvoller Input für die eigene Weiterarbeit — insbesondere im Hinblick auf kommunale Klimaanpassung und Wissensbereitstellung (u.a. durch den digitalen Klimaatlas). Wir freuen uns darauf, Impulse der Konferenz in unsere nächsten Projektschritte einfließen zu lassen.
Die vorgestellten Ergebnisse aus der Entwicklung des digitalen Klimaatlas finden Sie hier.
Weitere Eindrücke finden Sie auf der Website von Raum & Energie hier.
Presserundschau zur Veröffentlichung des digitalen Klimaatlas
Am 18.07.2025 wurde in der IHK in Stuttgart der neue digitale Klimaatlas Region Stuttgart Fachplanern aus Kommunen und Planungsbüros sowie der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Das digitale Informationstool, entwickelt im Rahmen des Projekts ISAP (Integrative stadt-regionale Anpassungsstrategien), unterstützt Fachplaner*innen und die Öffentlichkeit mit fundierten Daten und Szenarien zu Klima und Planung, interaktiven Karten und konkreten Handlungsempfehlungen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels und soll künftigen den alten Klimaatlas der Region ablösen.
Verband Region Stuttgart
Neuer regionaler Klimaatlas für die Region Stuttgart hilft bei Anpassung an den Klimawandel: Digitales Planungstool zeigt, wo Hitze, Starkregen und Risiken durch den Klimawandel in der Region Stuttgart besonders relevant werden. Freizugängliche Daten, Karten und Handlungsempfehlungen sollen Kommunen bei Klimaanpassungsmaßnahmen unterstützen.
Der Digitale Klimaatlas ist online: Um die Kommunen in der Region Stuttgart bei der klimaangepassten Planung zu unterstützen, wurde am Freitag im Rahmen des Projekts ISAP (Integrative Stadt – regionale Anpassungsstrategien) der Digitale Klimaatlas vorgestellt. Der Klimaatlas wurde als Online-Tool entwickelt, das fundierte Informationen, Karten und Handlungsempfehlungen zur Verfügung stellt. So lassen sich beispielsweise Szenarien wie Hitzetage, Starkregen und die Gefährdung von kritischer Infrastruktur und vulnerablen sozialen Gruppen in der Region darstellen.
Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung (IREUS)
Vorstellung des ISAP-Tools als neuer Klimaatlas für die Region Stuttgart: Der Klimaatlas der Region Stuttgart ist ein zentrales Produkt des ISAP-Projekts, welches vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und von IREUS geleitet wird. Ziel des Projekts ist es, Kommunen in der Region mit fundierten Informationen besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.
Dr. Pecher GmbH
Neuer Klimaatlas Region Stuttgart veröffentlicht: Am 18. Juli 2025 wurde in Stuttgart der neue digitale Klimaatlas Region Stuttgart vorgestellt. Das Online-Tool, entwickelt im Rahmen des Projekts ISAP (Integrative stadt-regionale Anpassungsstrategien), unterstützt Kommunen und Planungsakteure mit fundierten Daten, interaktiven Karten und konkreten Handlungsempfehlungen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
Für resiliente Planung: „Digitaler Klimaatlas Region Stuttgart“: Wie wirken sich die Folgen des Klimawandels – Starkregen und Hitze – auf die Bevölkerung und Infrastruktur aus? Dazu liefert der neue Klimaatlas für die Stuttgarter Stadt- und Regionalplanung Daten und Szenarien. Entwickelt wurde das digitale Tool vom Projekt ISAP, das vom BMFTR gefördert wird. Es berücksichtigt auch die (umwelt-) ökonomischen Effekte unterschiedlicher Anpassungsoptionen. Dafür führte das am Projekt beteiligte Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) Umfragen und Bewertungen durch.
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Integrative stadt-regionale Klimaanpassungsstrategien: Das Difu erprobt ein Online-Informations- und Beratungstool zur Klimaanpassung in der Region Stuttgart. Aus den Ergebnissen des Austauschs zwischen Projektteams und anderen Modellregionen werden Impulse für das auf Bundesebene entstehende Klimakataster der räumlichen Entwicklung erarbeitet.
FONA - Forschung für Nachhaltigkeit
Planung mit Weitblick: Neuer 'Digitaler Klimaatlas Region Stuttgart': Wie wirken sich die Folgen des Klimawandels, wie Starkregen und Hitze, auf die Bevölkerung und Infrastruktur aus? Dazu liefert der Klimaatlas für die Stuttgarter Stadt- und Regionalplanung neue Daten und Szenarien – entwickelt vom BMFTR-Projekt ISAP.
Die Gemeinde
Neuer Klimaatlas macht Klimarisiken sichtbar – und planbar: Tropennächte, Überflutungen, Hitzewellen: Der Klimawandel ist in der Region Stuttgart längst Realität. Mit dem neuen digitalen Klimaatlas erhalten Kommunen nun ein praxisnahes Werkzeug, um sich gezielt anzupassen.
Stadt+Werk
Neuer digitaler Klimaatlas: Ein neuer digitaler Klimaatlas unterstützt Planerinnen und Planer in der Region Stuttgart bei der klimaresilienten Stadtentwicklung. Das vom Forschungsprojekt ISAP entwickelte Online-Tool liefert aktuelle Klimadaten, Szenarien und Bewertungen möglicher Anpassungsmaßnahmen.
Vorstellung einer geplanten Haushaltsbefragung im Gemeinderat Tamm
Den Artikel aus der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 29.05.2025 finden Sie hier.