Ein Blick in einen hellen Universitätsraum in Stuttgart mit Studierenden, über den eine futuristische, dreidimensionale Grafik gelegt ist. Die Grafik zeigt leuchtende, modulare Würfel (Mikromodule) für verschiedene Disziplinen. ©

Mikromodule

Wir entwickeln kleine, maßgeschneiderte und modularisierte Lerneinheiten, die Grundlagen- und Fachwissen verschiedener Disziplinen verknüpfen.

Das Konzept:

Studienmodule sind die zentralen Bausteine der heutigen Studiengänge. Ein Modul fasst hierbei eine thematisch und zeitlich abgerundete Lehreinheit zusammen, die gemeinsam geprüft und, je nach zeitlichem Aufwand, mit einer bestimmten Anzahl an Leistungspunkten (ECTS-Credits) honoriert wird.

Studienmodule werden derzeit überwiegend von einer einzelnen Disziplin gestaltet, wodurch Grundlagenwissen aus anderen Disziplinen oft isoliert und ohne direkten Anwendungsbezug vermittelt wird. Studierende lernen wichtige Grundlagen daher oftmals mehrere Semester bevor diese im fachlichen Kontext tatsächlich benötigt werden.

Mikromodule bieten hierfür einen neuen Ansatz: sie sind kompakte Lerneinheiten mit einem Umfang von ungefähr 20 bis 40 Stunden (ca. 1 ECTS). Jedes Mikromodul bildet einen klar abgegrenzten Wissensbereich ab (z.B. Grundlagen, Anwendungen oder Vertiefungen) und kann flexibel in bestehende Studienmodule integriert oder zu neuen eigenständigen Studienmodulen kombiniert werden.

Damit ermöglichen Mikromodule eine enge Verzahnung von Grundlagen und deren fachlicher Anwendung und fördern das interdisziplinäre Denken über Fächergrenzen hinweg.

Schematische Darstellung der Einsatzmöglichkeiten von Mikromodulen in der Hochschullehre: Kombination (Stapelung) verschiedener Mikromodule zu neuen „maßgeschneiderten“ Studienmodulen, die innerhalb der eigenen Fachdisziplin oder für den Lehrexport in anderen Studiengänge genutzt werden können, sowie Integration einzelner Mikromodule in bereits bestehende Studienmodule (Host-Module).
Schematische Darstellung der Einsatzmöglichkeiten von Mikromodulen in der Hochschullehre: Kombination (Stapelung) verschiedener Mikromodule zu neuen „maßgeschneiderten“ Studienmodulen, die innerhalb der eigenen Fachdisziplin oder für den Lehrexport in anderen Studiengänge genutzt werden können, sowie Integration einzelner Mikromodule in bereits bestehende Studienmodule (Host-Module).

Mikromodule in der Lehre – unsere aktuellen Angebote:

Der Mehrwert auf einen Blick:

  • Verknüpfung von Theorie und Anwendung: Grundlagenwissen kann gezielt dort vermittelt werden, wo es für die fachliche Anwendung benötigt wird. Somit werden theoretische Inhalte direkt in den fachlichen Kontext eingebettet. Dies erleichtert den Studierenden das Verständnis der Lerninhalte, erhöht die Lernmotivation und macht die Relevanz des Gelernten unmittelbar sichtbar.
  • Anpassungsfähigkeit: Mikromodule können fachspezifisch zusammengestellt und an die jeweiligen Anforderungen verschiedener Studiengänge angepasst werden. Dadurch lassen sich Lehrangebote flexibel gestalten und auf verschiedene Kontexte übertragen.
  • Effiziente Nutzung von Lehrangeboten: Einmal entwickelte Mikromodule können in unterschiedlichen Studienmodulen eingesetzt werden und reduzieren somit den Aufwand für die Entwicklung vergleichbarer Lehrinhalte. Gleichzeitig ermöglichen ihre flexiblen Einsatz-möglichkeiten die breitere Integration in verschiedene Studiengänge und tragen dazu bei, dass eine größere Anzahl von Studierenden Zugang zu interdisziplinärem Lernen erhält.
  • Perspektiven für lebenslanges Lernen: Durch ihre große Kombinierbarkeit eignen sich Mikromodule nicht nur für die Hochschullehre, sondern erleichtern auch den Einsatz im Life-Long Learning. Sie schaffen damit die Grundlage für einen nachhaltigen Wissenstransfer zwischen Universität, Berufspraxis und Gesellschaft.
Kompetenzen,
die Studierende
erwerben
  • Transferkompetenz und interdisziplinäres Denken: Studierende lernen nicht nur theoretische Grundlagen kennen, sondern wenden diese unmittelbar in fachlichen Kontexten an. Dadurch wird ihre Fähigkeit gestärkt, Wissen und Methoden aus unterschiedlichen Fachgebieten miteinander zu verknüpfen und auf neue fachübergreifende Fragestellungen zu übertragen.
  • Anwendungsorientiertes Verständnis: Durch die enge Verknüpfung von Grundlagenwissen und Anwendung setzen sich Studierende intensiver mit den Lerninhalten auseinander und entwickeln ein tieferes Verständnis für deren Bedeutung und praktische Nutzung.
  • Problemlöse-Kompetenz: Da Grundlagenwissen nicht isoliert vermittelt wird, lernen Studierende komplexe Probleme analytisch und lösungsorientiert zu bearbeiten.

Ansprechpersonen

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