Aktuelle Projekte

Projekte SoSe 2018

Adapter

Mittels einer bis jetzt noch ungenutzten Raumressource in Stuttgart, nämlich des temporären Leerstands, schafft das Projektteam im Rahmen eines Pilotprojektes neuen, experimentellen Wohnraum. Mit der aktiven Beteiligung der Stadtbevölkerung wurden Nutzungskonzepte erarbeitet, um den Leerstand außerdem zu einem Raum der Möglichkeiten für die Nachbarschaft zu machen und dem Verständnis von Stadtplanung als prozesshafte, transparente und bedarfsnahe Entwicklung zu begegnen. Denn Zwischennutzung hat das Potential, zu einem zukunftsorientierten und nachhaltigen Stadtentwicklungstool zu avancieren. Die Studierenden setzen mit ihrer Idee Impulse für eine partizipative Stadtentwicklung und zeigen auf, dass ein gemeinschaftliches und gemeinwohlorientiertes Wohnprojekt über den Kreis der Bewohner*innen hinaus zur Entwicklung der Nachbarschaft, des Quartiers und der Stadt beitragen kann.

Projektverantwortliche: Paul Vogt, Christiana Weiß

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devotion space

Angrenzend an die geplante Schule HAP Grieshaber Vocational School (Kenia) wird ein Andachtsort gebaut. Dieser schafft Raum für Dialog, interkulturellen Austausch und interreligiöse Verständigung und achtet dabei nicht nur auf eine umweltfreundliche Umsetzung. Eine zentrale Rolle des „Devotion Space“ nimmt hierbei die Gewinnung von Regenwasser ein. Das sogenannte „rainwater harvesting“ über die ca. 2.400 Quadratmeter großen öffentlichen und gemeinschaftlichen Flächen deckt den Wasserbedarf von ca. 40 Einheimischen und fungiert zusätzlich als gesellschaftlicher Katalysator, der neben der praktischen Forschung und Vermittlung sozioökonomischer sowie nachhaltiger Herangehensweisen in der Architektur den Weg in eine gerechtere Gesellschaft ebnet.

Projektverantwortlicher: Béné Jakel

Hallpa Wasi Bauworkshop

Bei dem Projekt „Hallpa Wasi“ wird ein Gästehauses in Huachon in den peruanischen Anden gebaut. Das kleine Dorf befindet sich ungefähr 3.500 Meter über dem Meeresspiegel und ist Ausgangspunkt verschiedener Wandertouren zum schneebedeckten Gletscher Huaguruncho. Jedoch verfügt Huachon nicht über die Kapazitäten, um dieses enorme touristische Potential nutzen zu können. Zugleich ist der Gletscher Gegenstand der Forschung. Den Wissenschaftler*innen fehlen jedoch Räumlichkeiten, in denen sie unterkommen und ihre Expeditionen planen können. Ziel des Projekts ist es daher, die Bevölkerung beim Aufbau jener Infrastruktur zu unterstützen. Das Gästehaus, das zum einen als touristische Unterkunft und zum anderen als Anlaufstelle für Forschungsarbeiten fungieren wird, vermittelt den Einheimischen zudem Wissen über traditionelles und klimagerechtes Bauen. Entgegen des Trends, Gebäude vorwiegend aus Stahlbeton und Mauerwerk zu errichten, wird der Rückzugsort in traditioneller Lehmbauweise entstehen, die sowohl ökonomisch als auch aus bauphysikalischer Sicht die bessere Option für Huachon darstellt.

Projektverantwortliche: Cinthia Condor, Moritz Brombacher

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Interventionen@Cloroplast e.V. Stuttgart

Chloroplast Stuttgart e.V. ist eine gemeinnützige Vereinigung, die eine ehemalige Sämerei auf dem 608 m2 großen Walz-Areal in Weilimdorf zu einem Urban Gardening-Gebiet verwandelte. Darüber hinaus schuf sie dort ein neues Begegnungszentrum, in dem kreative Ideen entwickelt werden und kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Vielfältige Ideen mündeten in ein Projekt, das aus kleineren Interventionen bestehen wird. Die erste Intervention befasst sich mit der Bewässerung der Pflanzen. Das Regenwasser, das in vorhandenen Wassertanks aufgefangen wird, reicht nicht aus, dabei geht ein erheblicher Teil der kostbaren Ressource verloren. Das wird durch weitere auf Paletten aufgestockte Wassertanks optimiert. Dadurch entsteht zusätzlicher Platz für Werkzeug, Insektenhotels und weitere Pflanzen. Durch die Umgestaltung des vorhandenen Schuppens - eine weitere Projektintervention – soll ein neuer Aufenthalts- und Veranstaltungsraum geschaffen werden. Die Projektgruppe setzt sich zum Ziel, die Vorteile der Lage, der Infrastruktur (U-Bahn-Station, Schule, Flüchtlingsunterkunft, alteingesessene Bewohner*innen) und des offenen Charakters des Gebietes nutzend einen neuen Treffpunkt der Nachbarschaft zu kreieren.

Projektverantwortliche: David Echner, Dominik Grunewald, Marco Navarro, Aaron Schirrmann, Sarah Zwink

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Lima 3.0 - Centro Comunal

In einer zweiwöchigen Summerschool werden 11 Studierende der Universität Stuttgart, sowie 12 peruanische Studierende unterschiedlicher Universitäten gemeinsam mit Bewohner*innen des Stadtviertels Alto Perú in Lima (Peru) ein Nutzungs- und Planungskonzept für eine Gemeinschaftsküche, einen öffentlichen Speisesaal (Armenküche) und eine Kindertagesstätte erarbeiten. Die Summerschool ist Teil des Masterplans 2018/19 für die städtebauliche Transformation des Viertels, welches in der peruanischen Hauptstadt als Pilotprojekt für die Entwicklung einer informellen Siedlung und deren Anbindung an die „formale“ Stadt gilt. Durch einen partizipativen Planungsprozess soll das Viertel durch den neuen öffentlichen Baustein langfristig aufgewertet und städtebaulich in den Bezirk Chorrillos integriert werden. Der Planungsprozess und Bau des neuen „Centro Comunal“ soll die Gemeinschaft des Viertels stärken, den Ort durch eine öffentliche Nutzung beleben und vor allem den Kindern einen sicheren Ort zum Spielen bieten.

Projektverantwortliche: Marija Zivanovic

Nachtsicht Festival

Ausgangspunkt des Nachsicht Festivals, das von vier Studentinnen aus Stuttgart und Tübingen auf die Beine gestellt wird, sind die Zusammenhänge zwischen Staat, Gesellschaft und Politik. Verschiedene philosophische Auseinandersetzungen im Rahmen universitärer Seminare führten zu dem Wunsch, diesen eine praktische Auseinandersetzung folgen zu lassen. Die von Hannah Arendt aufgezeigte Wichtigkeit eines gemeinsamen Öffentlichen ist einer der Aspekte, die die Projektmitglieder zur Planung und Durchführung eines zweitägigen in-terdisziplinären Kulturfestivals bewegen, das 2018 bereits zum zweiten Mal ein vielschichtiges, generationenübergreifendes Publikum begeistern wird. Hierbei bieten die Organisatorinnen jungen Künstler*innen und Akteur*innen aus verschiedenen Kontexten eine Plattform, um sich auszustellen, auszutauschen und sich in der Region zu vernetzen. Die diesjährige Veranstaltung steht ganz unter dem Motto „Energie“ und soll Handlungsimpulse im Sinne sozialer und gesellschaftlicher Nachhaltigkeit vorschlagen, aber auch kulturelle und geschlechtliche Gleichberechtigung im öffentlichen Bewusstsein verankern.

Projektverantwortliche: Hannah Günter

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Studieren Ohne Grenzen

Der Studieren ohne Grenzen e. V. engagiert sich in Entwicklungsländern, indem Studierende vor Ort durch Stipendien unterstützt werden. Die Lokalgruppe Stuttgart fördert derzeit fünf Stipendiat*innen in Afghanistan, darunter drei junge Frauen und zwei junge Männer. Diese erhalten jeweils einen monatlichen Geldbetrag von umgerechnet etwa 75€ und engagieren sich im Gegenzug durch eigene Projekte vor Ort. Diese sind unter anderem das Aufklären über Frauenrechte, Computerkurse für Frauen oder Englischkurse für Kinder. Um das hierfür notwendige Budget zu gewährleisten, führt der Verein im Sommer ein Benefizkonzert durch und stellt Spendendosen in mehreren Bäckereien auf, in denen ein eigenes, mit Banderolen versehenes, Brot verkauft werden soll - das sogenannte „Spendenbrot“.

Projektverantwortlicher: Marco Pfahler

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Stuttgart macht...! Make your city resilient

Das Projekt, welches von einem internationalen Team aus Studierenden umgesetzt wird, ist Bestandteil des Kurses „Integrated Research and Design Project“ im Rahmen des Masterstudiengangs „Integrated Urbanism and Sustainable Design“. Um der Stuttgarter Bevölkerung das Thema Nachhaltigkeit näherzubringen, kooperiert die Projektgruppe mit der „mEin Stuttgart - mEine Welt“-Kampagne der Stadt Stuttgart, damit die nachhaltigen Entwicklungsziele lokal umgesetzt werden können. Der Fokus des Projektes liegt dabei darauf, positive und negative Einflüsse auf die Stadtgesellschaft zu identifizieren. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse werden praxisorientierte Strategien entwickelt, die dazu dienen sollen, den städtischen Herausforderungen zu begegnen sowie Potentiale besser nutzen zu können. Mit Hilfe von Real-Life Experimenten wird die Stadtbevölkerung zudem stets mit eingebunden. Hierzu wird jede individuell entwickelte Strategie mit temporären Projekten an unterschiedlichen Orten der Innenstadt in Form von Events, räumlichen Interventionen oder sonstigen kreativen Aktivitäten erprobt. Ziel des Projektes ist es, die Bürger*innen Stuttgarts auf die aktuellen Einflüsse der Stadt aufmerksam zu machen und gemeinsam Wege zu finden, wie diese angegangen werden können.

Projektverantwortliche: Miryam Bah, Anja Graner, Projektgruppe

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Umverpackstationen

Ziel des Projektes ist es, auf die Verpackungsproblematik aufmerksam zu machen und nachhaltigere Alternativen anzubieten. An der Universität Stuttgart findet unter dem Titel "Planet or Plastic" ein Sommer-Experiment statt, bei dem Studierende die Möglichkeiten eines plastikfrei(eren) Alltags testen und ihre gesammelten Erfahrungen austauschen können. In Zwischenpräsentationen werden die Erfahrungen der Studierenden einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und mit Expert*innen weitere Möglichkeiten der Plastikvermeidung diskutiert. So soll das Thema auch innerhalb der Universität größere Präsenz erhalten.

Projektverantwortliche: Yvonne Sauter

Fachjury

Die Fachjury im SoSe 18 bestand aus folgenden Personen (in alphabetischer Reihenfolge):

Ley, Astrid, Prof. - Universität Stuttgart, Leiterin Lehrstuhl Internationaler Städtebau

Otlinghaus, Fritz - Universität Stuttgart, Vorstandsvorsitzender stuvus

Patlai, Daria - Studentin aus Projekt „Koexistenz bei der St. Maria Kirche“, gefördertes Projekt SoSe 2018

Schneider-Bönninger, Birgit - Stadt Stuttgart, Leiterin Kulturamt

Waldbauer, Michael - Universität Stuttgart, Leiter Rektoratsbüro

Winkler, Gabriele - Engagement Global, Stuttgart

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