Aktuelle Projekte

Projekte SoSe 2019

 

Wind Turbine Aerodynamics and Aoustics

Dr. Thorsten Lutz , Institut für Aerodynamik und Gasdynamik, Fakultät 6

Für den Energiemix der Zukunft wird Strom aus Windenergieanlagen eine tragende Rolle spielen. Da sich die Windenergie im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen und ökonomischen Interessen bewegt, ist eine nachhaltige Weiterentwicklung dieser Technologie sehr wichtig. Die Schallbestralung von Windenergieanlagen ist einer der zentralen Aspekte für deren gesellschaftliche Akzeptanz. Aerodynamik, maßgebend für die Schallentstehung, ist ein weiterer wichtiger Untersuchungsbereich. Die Aerodynamik wird beeinflusst von meteorologischen Faktoren, der Physik des Windes, sowie anlagenspezifischen Regelungsstrategien. In der Lehrveranstaltung erwerben die Studierende interdisziplinäre Kenntnise über die Lärmmschutzmechanismen, Berechungsmethoden, Psychoakustische Aspekte, Regularien und Gesetzugebung. Ein Programmierprojekt zur Veranschaulichung von industriell verwendeten Methoden wird umgesetzt. 

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Reaktorsicherheit 

Samuel Geisler, Institut für Chemische Verfahrenstechnik, Fakultät 4

Die Vorlesung „Chemische Reaktionstechnik 1“ behandelt Sicherheitsaspekte zurzeit nur aus theoretischer Sicht. Durch die praktische Anwendung im Labor wird in der geplanten Lehrveranstaltung die Bedeutung der Reaktorscherheit lebensnaher vermittelt werden können. Im Vordergrund steht das Ziel, technische Inhalte mit den Nachhaltigkeitszielen zu verbinden.

Den Studierenden wird ein reales Problem (Regelung einer chemischen Reaktion) präsentiert, das sie selbstständig lösen sollen. Dabei muss ein Optimum zwischen Sicherheitsanforderung und der Energieeffizienz gefunden werden. 

Um die Motivation der Studierenden zu steigern, soll die Lösungserarbeitung in folgender Form ablaufen: Bearbeitung als Wettbewerb, lange Bearbeitungszeit von mehr als 4 Wochen, den Studierenden wird ein virtuelles Modell der Laborumgebung zur Verfügung gestellt, bei einer Abschlussveranstaltung wird die virtuell erstellte Regelung auf einem realen Versuch angewendet.

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Lernlabor für die Konzeptentwicklung für urbane Seilbahnen

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Robert Schulz, Dr.-Ing. Gregor Novak, Institut für Fördertechnik und Logistik, Fakultät 7

In der Zukunft sollen die Seilbahnen auch in urbanen Gebieten eingesetzt werden. Diesen Entwicklungen sollen in einem neuen Lernlabor am IFT für die Ausbildung zukünftiger Maschinenbau- und Bauingenieuren, Architekten und Verkehrsplanern Rechnung getragen werden. Das aufzubauende Lernlabor besteht im Kern aus einem gesellschaftlichen und topographischen Landschaftsmodell einer urbanen Umgebung in dem die Studierende, Gasthörer oder auch Schüler Seilbahnen in Städten spielerisch im Rahmen eines Workshops erforschen können. Dieses Labor soll zusätzlich zu den bestehenden Vorlesungen angeboten werden und diese ergänzen. Durch das Zusammenbringen verschiedener Fachbereiche wird ein interdisziplinärer Zugang geschaffen, der den Studierenden ermöglich die komplexen Problemstellungen gemeinsam zu lösen. 

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Kiezpiloten-reality-based learning for urban transformation 

Prof. Dr. Astrid Ley, Integrated Urbanism and Sustainable Design, Internationaler Städtebau, Fakultät 1

Im derzeitigen Curriculum bereitet das Modul „Methods and Tools“ auf integrierte Projekte im Sinne von gemeinsamen Arbeiten an gesellschaftlich relevanten Fragestellungen im Quartier methodisch vor (Integrated Research and Design I-III). Es erfüllt allerdings nur bedingt die gewünschte Praxisorientierung und die Berücksichtigung der transformativen Ansätze, da die aktuell an Bedeutung gewinnende interdisziplinäre und partizipative Ansätze kaum abgedeckt werden. Der transdisziplinäre Instrumentenkasten für integrierte Stadtentwicklung „Kiezpiloten“ soll auf dieses Defizit direkt reagieren und eine Plattform zum Ausbau analytischer Fähigkeiten und der Entwicklung partizipativer und transformativer Methoden anbieten. Im parallellaufenden Projektmodul (IRD I) sollen die neuen Methoden und Ansätze erprobt werden.

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Stadtgrün-urban learning labs for climate adaption

Prof. Dr. Cordola Kropp in Kooperation mit dem IZKT, Institut für Sozialwissenschaften,

Lehrstuhl für Umwelt- und Techniksoziologie

Grüne Infrastrukturen werden in Städten immer wichtiger, um das Mikroklima zu regulieren, Biodiversität zu bewahren und Begegnung und sozialen Austausch zu fördern. Gerade bei hoher Verdichtung eröffnen sie der pluraler werdenden Bevölkerung integrative Freizeit-, Erholungs- und Experimentierräume.

Allerdings zeigt die Forschung, dass Stadtgrün, seine Pflege und Erreichbarkeit ungleich verteilt ist, unterschiedlich wahrgenommen und bewertet wird und gerade bei hohen Bodenpreisen und konkurrierenden Flächennutzungsansprüchen unter Druck gerät. Urbane Lernlabore, in denen Studierende, Fachleute und Bewohnergruppen neue Stadtgrünkonzepte erfinden und erproben sind vielversprechend für die notwendige Entwicklung klimagerechter Planungs- und Organisationskonzepte und in ihrer Wirkung auf die Stadtgesellschaft. In Lernlaboren werden in Phase I innovative Konzepte diskutiert und wiss. bewertet, in Phase II ortsbezogen für Stuttgart entwickelt und in Phase III der Stadtöffentlichkeit im Rathaus vorgestellt.

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Obdach-los!

Sergi-Egea Bohn, Institut für Baukonstruktion, IBK3. Nachhaltigkeit, Baukonstruktion und Entwerfen, Fakultät 1

Studierende der Fakultät für Architektur und Stadtplanung werden gemeinsam mit interdisziplinären Fachleuten die Überdachung und Neugestaltung des Innenhofes des Hauptsitzes der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart (eva) im Hospitalviertel Stuttgarts planen und umsetzen. Die Zusammenarbeit geht weit über die übliche Fachrichtung Architektur hinaus und fördert ein Querdenken unterschiedlicher Disziplinen. Gespräche mit Psychologen und Ärzten, mit Pflegekräften und ehrenamtlichen Helfer aber auch mit den Besuchern der Einrichtung: Obdachlose, Drogenabhängige, Opfer von Missbrauch u.a., sollen Studierende dazu vorbereiten, neue Möglichkeiten auszuschöpfen, die Lehre für soziale Projekte wirklich und konkret zu stärken. Zusätzlich werden Themen, wie die Verdrängung sozialer Einrichtungen der innerstädtischen Lagen durch starke finanzielle Interessensträger und die ungenutzten Chancen einer stärkeren Partizipation von Bürgern und Bürgerinnen untersucht und neue Lösungsansätze erprobt.

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Künstliche Intelligenz und wir

Dr. Elke Uhl, Internationales Zentrum für Kultur- und Technikforschung

Das IZKT organisiert in Kooperation mit universitären Partnern, der Hochschule der Medien und den „Zukunftsreportern“, einer in der „RiffReporter“-Genossenschaft aktiven Gruppe von Wissenschaftsjournalisten, das Projektseminar „Künstliche Intelligenz und wir – Aufgabe der Wissenschaftskommunikation“. Dieses geht u.a. folgenden Fragen nach: Wie gelingt eine sachgerechte, angemessene und allgemeinverständliche Vermittlung komplexer wissenschaftlicher Forschungserkenntnisse unter Berücksichtigung der SDGs in die Gesellschaf? Welche Tools, Formate und Kommunikationswege eignen sich für die öffentliche Beschäftigung mit dem Thema KI?

Anhand von theoretischen Inputs und von praktischen Übungen führt der Kurs in die Wissenschaftskommunikation am Beispiel der Herausforderungen durch KI ein. In interdisziplinär zusammengesetzten Teams erarbeiten Studierene Beiträge für einen Bürgerdialog (Unterhausdebatte-Format) sowie Formate für dessen Dokumention und Analyse. 

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bamboo education, design and build with bamboo 

Shabika Ravazadeh, Institut für Baukonstruktion, IBK3. Nachhaltigkeit, Baukonstruktion und Entwerfen, Fakultät 1

Im Sommer vergangenen Jahres wurde die Insel Lombok in Indonesien von einer Serie von Erdbeben erschüttert. Der Wiederaufbau kommunaler Einrichtungen benötigt dringend Unterstützung.

In Kooperation mit dem Institut Teknologi Sepuluh Nopember in Surabaya und der Universität Nahdatul Ulama NTB als Lokalen Partner unterstützen wir die Umsetzung einer Schule in Entwurf und Aufbau. Bei einem Workshop mit dem Kooperationspartner Asali Bali wurden im Sommersemester 2019, Material- und Konstruktionskenntnisse erworben. 

Mit Abschluss des Entwurfsprojekts im Sommersemester 2019, unter Mitwirkung der Projektteilnehmer, wird eine Jury die beste Arbeit für die weitere Bearbeitung und Realisierung empfehlen. Im Rahmen des Seminars „design and build with bamboo“, BambooEducation II soll die Planung im Winter Semester 2019/20 vor Ort umgesetzt werden.Durch das Projekt bringen wir den Studierenden die Relevanz und die damit verbundene Verantwortung des Architekten bei.

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Fachjury

Die Fachjury im SoSe 19 bestand aus folgenden Personen (in alphabetischer Reihenfolge):

Hofstetter-Straka, Andréas - Pastoralreferentder Stuttgarter Katholischen Kirchengemeinde St. Maria

Meiser, Ursula, Dr. - Universität Stuttgart, Rektorat, Ombudsperson Lehre

Uhl, Elke, Dr. - Universität Stuttgart, Geschäftsführende des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung (IZKT)

Wipfler, Bruno - studentisches Mitglied im Senatsausschuss für Lehre und Weiterbildung, Mitglied der Grünen Hochschulgruppe der Universität Stuttgart